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Förderung der zeitgenössischen Kunst profiliert künftig die Kulturstiftung des Freistaats Thüringen

Zur Neuausrichtung der Förderungen im Bereich der Zeitgenössischen Kultur und Profilierung der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen erklärt der Minister für Kultur, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff:

Zehn Jahre nach Gründung der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen hat der Stiftungsrat auf meinen Vorschlag entschieden, die Stiftung inhaltlich neu und zukunftsfähig aufzustellen. 

Die Kulturstiftung wird ab 2019 zusätzlich zu ihren gegenwärtigen Aufgaben die bisher von der Kulturabteilung der Staatskanzlei wahrgenommene Förderung der zeitgenössischen Kunst und Kultur betreuen. Dies umfasst Projekte und Stipendien der Sparten Bildende Kunst, Literatur und zeitgenössische Musik sowie der Tanz. 

Durch diese Übertragung von Fördermitteln wird die Kulturstiftung nicht nur künstlerisch stärker profiliert, sondern es werden zusätzlich Verwaltungsabläufe gestrafft. Von der Profilierung der Stiftung erwarte ich eine noch bessere Wahrnehmbarkeit der zeitgenössischen Kunst und Kultur Thüringens im Bundesgebiet. 

Die Förderanträge können bei der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen bis zum 15. Oktober 2018 für Projekte im Jahr 2019 über die Website der Stiftung www.kulturstiftung-thueringen.de gestellt werden. Einzelheiten zu den Voraussetzungen der Förderung sind der auf der Homepage veröffentlichten Förderrichtlinie zu entnehmen.

Hintergrundinformationen:

Die Kulturstiftung des Freistaats Thüringen ist eine rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts und wurde 2005 durch Gesetz errichtet. Seitdem obliegt ihr die Förderung und Bewahrung von Kunst und Kultur, insbesondere die Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur der in Thüringen lebenden Künstlerinnen und Künstler durch Stipendien und originäre Projekte von hohem künstlerischem Rang.

Nicht berührt von der Veränderung der Förderbereiche sind die Programme „Kulturelle Leitungskräfte“ und „Fachkräfte im jugendkulturellen Bereich“, die Geschäftsstellenförderung, die Soziokultur sowie die Musikschulförderung: hier verbleibt es bei der Zuständigkeit der Kulturabteilung. Projektträger der freien Theaterszene können weiterhin Anträge sowohl bei der Kulturabteilung als auch der Stiftung stellen.

zur Förderung


Pressemitteilung 1/2018

Neue Leitung bei der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen

Die Kunsthistorikerin und Verlagsmanagerin Ute Edda Hammer wird zum 1. März 2018 die Geschäftsführung und Vorstandsposition der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen übernehmen. Sie folgt Peter Rein, der die Aufgaben bisher im Nebenamt wahrgenommen hat.

Den Wechsel an der Spitze der Thüringer Kulturstiftung bestätigte der Stiftungsrat am 29. Januar in einer Sondersitzung. Zugleich beschloss er eine inhaltliche und strukturelle Neuausrichtung der Stiftung, die sich künftig noch wirksamer der Förderung von zeitgenössischer Kultur im Freistaat widmen wird. Neben der freien Theaterszene und dem Film sollen dabei besondere Akzente auf Musik, Literatur und bildende Kunst der Gegenwart gesetzt werden. Die Stiftung wird sich dabei auch für nationale wie internationale Kooperationen öffnen.

Der Vorsitzende des Stiftungsrates Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff dazu: 

„Mit Ute Edda Hammer gewinnt Thüringen eine sehr erfahrene und international vernetzte Persönlichkeit. Sie bringt alle Voraussetzungen mit, um die Kulturstiftung zu profilieren und weiterzuentwickeln. Peter Rein danke ich für sein erfolgreiches Engagement in den vergangenen Jahren, das uns erst in die Lage versetzt, den für die Kulturstiftung beschriebenen Weg zu gehen.“

Ute Edda Hammer (geb. 1959) war in den letzten 13 Jahren als Geschäftsführerin beim größten Kalenderverlag Deutschlands, dem KV&H Verlag - heute Athesia Kalenderverlag - tätig. Dort leitete sie unter anderem den Wissenskalender-Verlag Harenberg, der Marktführer in diesem Bereich ist, sowie den Kunstkalenderverlag Weingarten, wo sie mit bekannten zeitgenössischen Künstlern wie Gerhart Richter, Georg Baselitz oder Christian Awe kooperierte.

Nach ihrem Kunstgeschichtsstudium zum Ende der 1980er Jahre an der FU Berlin wandte sie sich der zeitgenössischen Kunst zu. Zunächst war sie bei der Galerie Fred Jahn in München tätig. Anschließend leitete sie die Dependance in Köln der Galeristen Burnett Miller, Los Angeles und Claes Nordenhake, Stockholm.  

Mitte der 1990er Jahre wechselte sie in den international operierenden Sachbuchverlag Könemann und baute dort die Kunst- und Kulturabteilung auf. Als Projektmanagerin entwickelte sie neben mehreren Reihen zu Künstlern bzw. Kunst und Architektur auch bedeutende Publikationen zur Kultur der alten Ägypter sowie der Maya oder der nordamerikanischen Indianer in Kooperation mit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.


Pressemitteilung 3/2017

Vergabe von 225.000,00 € für zeitgenössische Kunst und Kultur

Das Kuratorium der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen hat auf seiner Sitzung vom 13.12.2017 über die Vergabe von Fördermitteln in Höhe von 225.000 € im Jahr 2018 entschieden. Gefördert werden 21 herausragende Projekte mit überregionaler Wirksamkeit von hohem künstlerischem Rang und 8 Stipendien für hervorragende künstlerische Einzelleistungen.

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Pressemitteilung der Thüringer Allgemeine

Knapp 200.000 Euro für Thüringer Kunst und Kultur

Die Kulturstiftung des Freistaates Thüringen fördert in diesem Jahr 23 Kunst- und Kulturprojekte sowie acht Künstler mit einer Gesamtsumme von 195. 000 Euro. Damit schüttet die Stiftung 20. 000 Euro mehr aus als im vergangenen Jahr, wie Vorstand Peter Rein gestern in Erfurt mitteilte.

Über die höchste Zuwendung kann sich der Weimarer Verein "Via Nova – Zeitgenössische Musik in Thüringen e.V." freuen. Dessen internationales Musikfestival "Weimarer Frühjahrstage" wird mit 15. 000 Euro unterstützt. Zudem erhält Via Nova für die an verschiedenen Orten stattfindende Konzertreihe "Klangnetz Thüringen" 8.000 Euro.

Jeweils 10. 000 Euro gehen an die Stadt Erfurt für die Ende Februar öffnende Ausstellung "Exodus" mit Bildern des brasilianischen Ausnahmefotografen Sebastiao Salgado, an das Tanztheater Erfurt für sein Projekt "Konsequenzen" sowie an den Verein für Junge Musik für die Neue-Musik-Woche "Herbstfrequenzen" in Sondershausen. Damit ist die zeitgenössische Musik im Vergleich zu den übrigen Sparten wie Kunst, Film, Literatur und Tanz/Theater erneut der am stärksten geförderte Bereich. In Ostthüringen wird unter anderem die Höhler-Biennale in Gera mit 4.000 Euro bedacht. Sie zeigt alle zwei Jahre Installationskunst in den historischen Bierkellern der Stadt.

Abstrakte DDR-Kunst und kurze Theaterstücke

Mit ebenfalls 4.000 Euro wird die "Kultur in Mitteldeutschland gGmbH" unterstützt, die eine Ausstellungsreihe über "Abstrakte Kunst in der DDR" in Gera plant. Das Projekt startet mit Werken von Karl-Heinz Adler. Außerdem gehen 7.000 Euro an die Freie Bühne Jena für ihr einzigartiges Festival "Kurz-Theaterspektakel" im August. Es präsentiert ausschließlich Stücke mit einer Länge von maximal 20 Minuten.

Zu den acht geförderten Künstlern gehört der Hummelshainer Autor Rainer Hohberg. Er erhält ein sechsmonatiges Stipendium für ein Originalton-Feature über die Wismut AG. Eine weitere Stipendiatin ist die Erfurterin Nora Klein, die sich in ihrem Fotoprojekt "Ende?" mit dem Tod auseinandersetzen wird. Über zweimonatige Aufenthalte im brandenburgischen Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf können sich Sibylle Reichel aus Uhlstädt-Kirchhasel und Alisa Heil aus Weimar freuen.

Ulrike Merkel / 10.02.17

03.09.2018