Stipendiatin der Kulturstiftung Thüringen auf der Shortlist für den Leipziger Buchpreis

Roman "Power"

Auf der Suche nach dem Hund

Die Autorin Verena Güntner, der die Kulturstiftung des Freistaats im vergangenen Jahr ein Stipendium für „Power“ zugesprochen hat, ist mit diesem geraden erschienenen Titel auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse 2020 nominiert. 

 

Die Thüringer Allgemeine schrieb am 5. März 2020:

"Frau Hitschkes Hund ist weg, einfach verschwunden. Dabei war sie nur kurz einkaufen bei Edeka. Und nun ist sie genauso verzweifelt wie hilflos, weil sie nicht weiß, was sie tun soll, um ihren kleinen Kläffer namens Power wiederzubekommen. Deshalb bittet sie Kerze um Hilfe. Kerze ist noch ein Kind, aber anders als "die Hitschke" selbstbestimmt, ohne Angst und mit klaren Vorstellungen davon, was zu tun ist: Sie verspricht, den Hund zu finden. Genau das ist, was Kerze am besten kann, schreibt Verena Güntner in ihrem neuen Roman "Power" über ihre ungewöhnliche Protagonistin: "Versprechen halten. Jeder im Dorf weiß das, und deshalb kommen die Leute zu ihr." 
Es klingt wie der Plot aus einer Kinderbuchreihe, aber was die 1978 in Ulm geborene und inzwischen in Berlin lebende Schriftstellerin daraus gemacht hat, ist eine komplexe, faszinierende und alles andere als kindliche Geschichte. Verdientermaßen ist "Power" für den preis der Leipziger Buchmesse nominiert worden. 
Am Ende des Romans haben Kerze und ihre gleichaltrigen Freunde sieben Wochen lang nach Power gsucht und ihn schließlich gefunden - tot und von Maden zerfressen. Und sie haben die Erwachsenen gegen sich aufgebracht, die ihnen ihren Willen nicht mehr aufzwingen können. Auch darum geht es in Güntners Roman: den Konflikt zwischen den Kindern und den "Großen", die nicht wie sonst das Sagen haben.
Es heißt, der zweite Roman sei der schwerste. Verena Güntner hat sich Zeit mit ihm gelassen. Ihr erster, "Es bringen" erschien 2014 und bekam viele gute Kritiken. "Power" ist der Beweis, dass mit Güntner, die in Salzburg Schauspiel studiert und an einer Reihe von Theatern auf der Bühne gestanden hat, auch als Schriftstellerin zu rechnen ist.
Der Roman erzählt eine starke Geschichte, aber keine mit einer einfachen Botschaft. Das spricht eher für als gegen den Roman." dpa


Verena Güntner: Power. DuMont, Köln, 250 Seiten, 22 Euro

Verena Güntner (Foto: Stefan Klüter)

Verena Güntner (Foto: Stefan Klüter)

Über Verena Güntner:

Verena Güntner, 1978 in Ulm geboren, studierte Schauspiel an der Universität Mozarteum in Salzburg und war anschließend festes Ensemblemitglied am Bremer Theater. Seit 2007 ist sie als freischaffende Schauspielerin tätig. Verena Güntner lebt in Berlin. 2014 veröffentlichte sie mit Es bringen ihren ersten Roman. „[E]s liegt eine große Liebe und Zartheit über dem Text“, urteilte Jan Küveler in der Zeitung Die Welt. Güntner schaffe es durch eine extreme Kunstsprache, die an Poesie grenze, den Eindruck einer unmittelbaren Wirklichkeit zu erzeugen.2] 
2015 wurde Es bringen auch erfolgreich am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt. 2016 erhielt Verena Güntner ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats, 2019 ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen.

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